Dokumentarfilm — 2025

Monogamie ist eine Lüge, die wir uns erzählen. Polyamorie eine, die wir uns einreden. Dieser Film sucht die Wahrheit dazwischen.
Die Argumentation
Drei Modelle. Zwei funktionieren nicht.
Monogamie
Ein Versprechen gegen die eigene Biologie
Romantische Verliebtheit ist ein neurochemischer Rausch mit Ablaufdatum: 18 bis 36 Monate. Danach fällt der Dopaminspiegel, und das Gehirn sucht aktiv nach neuen Reizen. „Ich werde nie wieder jemand anderen begehren“ ist biologisch so realistisch wie „Ich werde nie wieder Hunger haben.“
Polyamorie
Ein Ideal, an dem die Psyche zerbricht
Eifersucht ist kein Zeichen von Unreife — sie ist ein evolutionär verankerter Schutzmechanismus. Vollständige Offenheit klingt aufgeklärt — aber sie verlangt etwas, wofür die menschliche Psyche schlicht nicht gebaut ist.
Der dritte Weg
Diskretion als Respekt
Was, wenn die Lösung weder in totaler Treue noch in totaler Offenheit liegt? Die diskret offene Beziehung ist kein Betrug — sie ist ein Arrangement, das sowohl biologische Realität als auch emotionale Sicherheit respektiert.

„Ein unerw\u00fcnschtes Gest\u00e4ndnis ist kein Geschenk. Es ist eine B\u00fcrde, die du dem anderen aufzwingst, um dich selbst zu entlasten.“
Unbequeme Thesen brauchen unabh\u00e4ngige Filme. Kein Sender. Kein Studio. Nur Crowdfunding.
Jetzt auf Startnext unterstützenEinwände
Die typischen Gegenargumente.
Ist das nicht einfach nur eine Rechtfertigung fürs Lügen?
Jede Beziehung beinhaltet Lügen. Die Frage ist nicht ob, sondern welche. „Du bist der einzige Mensch, den ich je begehren werde“ — das ist auch eine Lüge. Nur eine, die gesellschaftlich akzeptiert ist.
Nur weil etwas natürlich ist, ist es noch lange nicht richtig
Stimmt. Mord ist auch natürlich. Aber der Vergleich hinkt. Es geht nicht darum, Triebe ungefiltert auszuleben. Es geht darum, realistische Versprechen zu machen.
Radikale Ehrlichkeit ist doch immer besser als Schweigen
Ist sie das? Wenn ein Geständnis den Partner zerstört, die Familie sprengt und Kinder traumatisiert — wem dient dann die Wahrheit? Dem, der sie ausspricht. Nicht dem, der sie hören muss.
Das funktioniert doch nur für Männer
Nein. Die Forschung zeigt: Frauen gehen genauso häufig fremd — oft sogar aus komplexeren emotionalen Gründen. Die Idee, dass Untreue ein männliches Problem ist, ist selbst ein Mythos.
Wenn man unzufrieden ist, soll man sich halt trennen
Die Daten sagen etwas anderes: 73 % der Menschen, die fremdgehen, trennen sich nicht. Nicht weil sie feige sind — sondern weil die Beziehung für sie funktioniert. Bis auf diesen einen Punkt.
Das klingt nach einem Problem privilegierter Großstädter
50 % aller Partnerschaften weltweit erleben Untreue. In jeder Kultur, jeder Schicht, jeder Generation. Das ist kein Berlin-Phänomen. Das ist die menschliche Kondition.
„Versprich mir, dass du nie wieder Hunger haben wirst. Genau so realistisch ist das Treueversprechen.“
Der Film
Sieben Wissenschaftler:innen. Vier Disziplinen. Eine Frage.
„Fremdgehen ist OK“ ist kein Ratgeber und keine Provokation um der Provokation willen. Es ist ein Dokumentarfilm, der eine Frage wissenschaftlich, philosophisch und menschlich untersucht, die Millionen von Menschen betrifft — aber in der öffentlichen Debatte praktisch nicht existiert.
Wir bringen Neurobiolog:innen, Evolutionspsycholog:innen, Soziolog:innen, Sexualtherapeut:innen und Philosoph:innen zusammen — Forscher:innen, die seit Jahrzehnten an genau diesen Fragen arbeiten.
Die Soziologin Eva Illouz zeigt, wie der Kapitalismus die Liebe kolonialisiert hat. Der Sexualtherapeut Ulrich Clement erklärt, warum Begehren und Bindung zwei völlig getrennte Systeme sind.
Die zentrale These ist philosophisch fundiert, empirisch gestützt und absichtlich unbequem: Die diskret offene Beziehung ist kein moralisches Versagen. Sie ist der realistischste Kompromiss.
Wer das hier macht
Ein Kollektiv, das schon einmal einen Film ohne Verleih ins Kino gebracht hat.
Unser Debütfilm „Sterben ohne Gott“ hat es ohne Verleih, ohne Sender und ohne Förderung ins Kino geschafft. Rein durch Crowdfunding und eine Community, die an das Projekt geglaubt hat.
Regie / Produktion / Kamera
Das Kollektiv
Debütfilm „Sterben ohne Gott“ im Kino. Zweites Projekt in Produktion.
Produzent
David Zinmann
Produktionsleitung, strategische Planung, Partnerschaften.
Creator / Community
John Fick / Das Techno Team
Große Social-Media-Reichweite. Zugang zu Berlins relevantester Community.
Fashion / Design
Perlensau × Cihan Tamti
Nina Kharytonova und Cihan Tamti (ex Calvin Klein, Nike). Exklusive Merch-Kollaboration.
Presse / Kampagne
Felix Neunzerling PR
Professionelle Medienarbeit und Kampagnenstrategie für maximale Sichtbarkeit.
Harvard / UT Austin / EHESS Paris
7 Wissenschaftler:innen
Neurobiologie, Evolutionspsychologie, Soziologie, Sexualtherapie, Philosophie.
Zweiter Film. Gr\u00f6\u00dferes Team. Unbequemeres Thema. Gleiche Methode: Crowdfunding.
Projekt auf Startnext unterst\u00fctzenJetzt unterstützen
50 % aller Beziehungen betrifft es.
0 % reden darüber.
Kein Sender, kein Studio, kein Verleih. Ein unabhängiges Kollektivmit sieben Wissenschaftler:innen und einer These, die sich traut.